Kartons
In der verpackenden Industrie sind sie kaum wegzudenken – Kartons. Nahezu in jedem Produktbereich gibt es Waren, Produkte oder Gegenstände, die sich mit einem Karton optimal verpacken lassen.
Kartons eignen sich ideal zum Verpacken und Umhüllen und finden daher hauptsächlich in der Verpackungsindustrie sowie dem Kunstgewerbe Verwendung. Im Kunstgewerbe bezeichnet man eine vom Künstler erstellte originalgetreue Vorlage für Wandteppiche und Fresken als Karton. Der Begriff Karton leitet sich vom französischen Wort Carton ab und bedeutet soviel wie Pappschachtel. Mit einem Gewicht zwischen 130g/m² und 600g/m² liegt Karton genau zwischen Papier und Pappe. Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Karton Arten wie zum Beispiel Versandkartons, Bücherkartons, Schwerlastkartons, Umzugskartons, Gefahrgutkartons, Standardkartons, Normkartons, Stülpdeckelkartons, Faltschachtelkartons und Flaschenkartons.
In aller Regel besteht ein solcher Karton aus einer Mischung von Zellstoff, Holzschliff und Altpapier, wobei die jeweiligen Materialien variabel eingesetzt werden können. Aus Karton wiederum kann man die sogenannten Kartonagen fertigen, die aus massiverem Papier oder Karton bestehen.
Herstellung von Kartons
Bei der Herstellung von Karton finden sich Parallelen zur Papierherstellung, allerdings enthält hier die Pappe im Gegensatz zur Herstellung von Papier nur einen geringen Altpapieranteil. Zunächst einmal werden das Altpapier und der Zellstoff für die Weiterverarbeitung fertig gemacht. Bezüglich des Zellstoffs bedeutet das die Zerlegung in einzelne Fasern und anschließendes Zermahlen zu einem wässrigen Brei. Das Altpapier hingegen wird von Verunreinigungen und Fremdkörpern befreit und danach auch zermahlen. Nachdem das so aufbereitete Recyclingmaterial mit Wasser und anderen Zusatzstoffen zu einer wässrigen Lösung vermengt wurde, wird es mit dem Zellstoff vermischt. Dieser so entstandene Brei wird nun auf das siebähnliche Endloslaufband einer Kartonmaschine befördert. Die im Bei enthaltenen Fasern gleichen sich dabei der Laufrichtung des Siebes an. Bei der Weiterverarbeitung des entstandenen Kartons zu Faltschachteln kommt der Laufrichtung eine zentrale Rolle zu. Die Endlosbahn passiert nun nacheinander in der Kartonmaschine verschiedene Walz- und Trocknungszylinder (sogenannte Kalander). Im Anschluss an die letzte Trockenphase wird eine weiße Flüssigkeit auf das Band aufgebracht, die man als Strich bezeichnet. Diese Flüssigkeit enthält hauptsächlich Kalk, Bindemittel und Füllstoffe. Menge und Art der dabei verwendeten Stoffe kann dabei enorm variieren. In einem weiteren Arbeitsschritt laufen Rohkarton und Strich erneut durch diverse Walz- und Trocknungszylinder. Schließlich werden im letzten Arbeitsschritt der Kartonherstellung die Endlosbahnen in Einzelbogen geschnitten und palettiert.
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