Recycling von Altpapier
Der Begriff Recycling beschreibt im Allgemeinen den Vorgang, bei dem aus Abfall ein sogenannter Sekundärrohstoff entsteht, der dann wiederum zu einem neuen Produkt weiterverarbeitet werden kann. Dies geschieht durch den Einsatz von Energie und auch teilweise durch Zufügen neuer Rohstoffe. Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz regelt die diesbezüglichen Bestimmungen in Deutschland. Man kann die verschiedensten Stoffe und Produkte wiederverwerten, also recyceln. So unter anderem Kunststoffe, Glas, Papier, Aluminium, Altauto-Abfälle, Elektronik-Produkte oder Kupfer.
Schon seit Jahren wird das Recycling von Altpapier praktiziert. Unter Altpapier versteht man in der Regel in privaten Haushalten oder gewerblichen Betrieben gesammelten Papierabfall. Um Recyclingpapier herzustellen, verwendet man üblicherweise Kartons oder andere Papierprodukte. Zur Sammlung dieses Altpapiers dienen diverse Sammelcontainer oder auch Sammeltonnen speziell für Altpapier. Normalerweise holt die Stadt es dann mit Fahrzeugen von den Haushalten und Unternehmen ab und liefert es an Firmen, die es anschließend weiterverarbeiten.
Das erste Recyclingpapier
Pionier auf dem Gebiet von Wiederverwertungsverfahren für Altpapier war Justus Claproth, ein Professor aus Göttingen. Er entwickelte 1774 die erste Methode zum Recyceln von Altpapier, indem er aus altem Papier die Druckfarbe vollkommen auswusch und anschließend neues Papier herstellte.
Anteil von Recyclingpapier Heute
Der Anteil an recyceltem Altpapier ist im Gegensatz zu anderen wiederverwerteten Produkten und Gütern relativ hoch. Beispiele für die Verwendung von Recyclingpapier sind Wellpappe(bis zu 100%) und Zeitungspapier(ca. 80%). Im Allgemeinen trifft man in der Verpackungsindustrie häufig recyceltes Altpapier als Verpackungsmaterial an. Der ökologische Aspekt beim Papierrecycling ist auch nicht zu verachten. Immerhin muss auf diese Weise weniger Holz für die Papier herstellende Industrie geliefert werden und die Natur kann somit entlastet werden. Weiterhin benötigt man für die Herstellung von Recycling-Papier nur etwa ein Drittel der Energie, die man zur herkömmlichen Papierherstellung aufwenden muss. Überdies beträgt der dafür notwendige Wasserverbrauch nur 15% dessen, was man bei der Herstellung von neuem Papier aufbringen muss. Und schließlich ist es nicht unbedeutend, dass die Belastung der Gewässer bei nur 5% liegt.
Ein definitiver Nachteil des recycelten Altpapiers ist sicher, dass die Qualität oftmals unter der von neu hergestelltem Papier aus Holzfasern liegt. Allerdings bemüht sich die Recycling-Industrie mit Erfolg um ständige Verbesserung dieser Qualität. Auch die Verarbeitungseigenschaften dieser Papiere verbessern sich zunehmend und werden vergleichbar mit „Neupapier“.
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